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Shisha-Weltreise

Shisha, Narghilé, Hookah, Wasserpfeife - wie auch immer man sie nennen mag, diese Erscheinung, sie hat sich aus ihrem ursprünglichen Kulturraum längst über die ganze Welt verbreitet. Die Shisha-Tradition in den einzelnen Ursprungsländern ist dabei

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Shisha, Narghilé, Hookah, Wasserpfeife - wie auch immer man sie nennen mag, diese Erscheinung, sie hat sich aus ihrem ursprünglichen Kulturraum längst über die ganze Welt verbreitet. Die Shisha-Tradition in den einzelnen Ursprungsländern ist dabei
oft ungebrochen. In manchen Ländern verwendet man die Wasserpfeife eher im privaten oder zeremoniellen Rahmen, in einigen ist sie aus dem öffentlichen Leben kaum mehr wegzudenken, wird in Kaffeehäusern und Bars geraucht. Manchmal ist sie Ersatz für Alkohol oder wird sogar zum Rauchen von psychoaktiven Substanzen verwendet, manchmal ist sie Begleiter zum Kaffee oder zum Gesellschaftsspiel.

Ägypten

In Ägypten existiert die Kultur des Shishrauchens seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Heutzutage ist die Shisha dort im öffentlichen Leben so präsent wie in keinem anderen Land der Erde, man könnte beinahe meinen, sie sei neben den Pyramiden zu einem zweiten offiziellen Identifikationssymbol des Landes geworden. Ob in Kaffeehäusern, Bars, Büros, Hotels, man kann sie überall antreffen. Was dabei besonders auffällt: Die ägyptische Filmindustrie hat sicherlich einen großen Anteil an der kollektiven Verbreitung des Symbols Shisha. Sowohl im regionalen als auch im staatlichen Fernsehen ist die Wasserpfeife absolut präsent und stets posivitv konnotiert. Der Gebrauch und der Bekanntheitsgrad sind dementsprechend hoch. Ägypten hat sich außerdem einen festen Platz als Produzent von qualitativ hochwertigen Shishas gesichert; außerdem wird der Großteil des Shishatabaks, der in der restlichen Welt verkauft wird, in Ägypten hergestellt.

Afghanistan

In Afghanistan wurde und wird die Narghile klassischerweise durch ein Rohr geraucht, nicht durch einen biegsamen Schlauch, wie er in vielen anderen Ländern verwendet wird und auch uns gut bekannt ist. Wurde früher das Wasser noch oft aromatisiert, ist diese Tradition inzwischen beinahe ausgestorben. Um die Shisha anzufeuern verwenden die Afghanen eine Kohle namens "Mangal" oder "Buhari" - gelegentlich wird auch getrockneter Pferdedung als Ersatz eingesetzt, wie man es auch in Indien handhabt. Die "Chillam", wie die afghanische Wasserpfeife korrekt genannt wird, wird zhause oder in Teestuben geraucht. Selten wird der Tabak auch trocken, also ohne Wasser im Shishaglas, geraucht, Haschisch wird ebenfalls über die Chillam geraucht.

Algerien

Die neue Art der Flucht für die Jugendlichen von Médéa besteht darin, einen Abend in einem maurischen Kaffee zum leisen Pulsieren parfümierten Tabaks zu genießen. Zu einem maurischen Kaffee konsumieren viele Neulinge die Shisha. Vor allem im Nahen Osten und in Teilen Nordafrikas werden Wasserpfeifen als eine Vergnügen- und Entspannungsquelle, insbesondere während des Ramadhan, als Ausweg aus der Fastendisziplin in Betracht gezogen. Nach einem langen Tag Fasten kann eine gute Dosis parfümierten Tabaks die Ermüdungen des endenden Tages durch Entspannung ersetzen, wie man von diesen Rauchern, die in einem Café im Zentrum Médéas sitzen, erfahren kann. Unterstützt wird das Auftauchen dieser neuen Art der Flucht, die im übrigen immer mehr Jugendliche verführt, von starken Gefühlen und ist eine Antwort auf die Verdrossenheit und das Verlangen charakterisiert, das die Jugendlichen verspüren, die sich mit einem monotonen und komplizierten Tagesablauf herumschlagen müssen. Shisha-Rauchen als Flucht aus dem Alltag Benutzerfreundlichkeit, Umgebung und Flucht sind eine gemeinsame Passion, die die Gemeinschaft der Shisharaucher eint. Die Shisha bietet einen festlichen Rahmen der Flucht, die den Jugendlichen erlaubt, die harten Tourneen und die Sorgen und Risiken des Lebens zu vergessen. Die Kundschaft hat die Wahl der Größe der Shisha, der Schlauchanzahl und vor allem der Geschmacksrichtung, vor allem die wunderbaren Tabake zeichnen den Genuß der Shisha aus, Geruch, Geschmack und vor allem auch die soziale Komponente machen die benutzerfreundliche Flucht zum echten Erlebnis. Soziale Mißstände und persönliche Rückschläge in der Lebensführung werden dadurch freilich nicht gelöst, dafür aber überdeckt durch das gesellige Beisammensein und die biochemische Komponente der benutzerfreundlichen Flucht per Orientalischer Wasserpfeife. Freilich werden allein durch das Zusammenkommen der verschiedenen Shishagenerationen Themen angeschnitten, die alle betreffen, ob es nun um die empirisch gestützte Ziegenzucht oder um die Exportquote glyzerinreduzierten Tabaks in den kühlen Norden geht. Am Abend allerdings gehen die Jugendlichen ihrer Wege und sind leider keiner neuen Lebenentwürfe habhaft geworden.

Indien

Indien besitzt eine relativ umfangreiche Geschichte in Zusammenhang mit der Wasserpfeife. Im 19. Jahrhundert wurde die Narghile häufig beim Essen oder bei Dinner-Partys geraucht, die britischen Kolonialbeamten und -offiziere waren begeistert von der exotischen Art des Tabakgenusses. Es gab innerhalb der britischen Aristokratie sogar die Einrichtung eines "hooka-burdar": Ein Sklave, der nur dafür da war, die Wasserpfeife des Meisters zu bestücken, zu pflegen, und an den Ort zu bringen, an dem sich der Meister gerade aufhielt. Viele Exil-Inder nahmen ihre Narghile auch mit ins Ausland und pflegten dort weiterhin ihre Rauchkultur.

Jemen

Ist man als Tourist im Jemen unterwegs, könnte man beinahe meinen, dass es in diesem Land gar keine Wasserpfeifenkultur gibt - Sie ist, anders als die Shisha in vielen arabischen Ländern, eher auf den privaten Bereich fixiert und nicht eines der kulturellen Repräsentationsobjekte, die man in jedem Kaffeehaus und Restaurant zu Gesicht bekommt. Die Worte "Shisha" und "Narhile" werden ebenfalls kaum verwendet, um die einheimische Variante der Wasserpfeife zu bezeichnen, diese heißt landläufig "Medê'a". Lokal begrenzt verbreitet ist außerdem noch die "Kûz", die einen langen Halm, beziehungsweise ein Rauchrohr besitzt. In den letzten Jahren fand stückweise auch die moderne, beziehungsweise die wiederentdeckte Shisha ihren Weg ins Land - dabei rief sie allerdings nicht überall positive Reaktionen hervor. Viele traditionsbewuste Jemeniten empfanden die moderne Shisha als kulturellen Eindringling. Die Wasserpfeifenkultur im Jemen ist heute eine sehr eigenständige und lebendige Kultur, in der verschiedene Traditionslinien nebeneinander existieren.

Jordanien

Vor allem im westlichen Teil der Hauptstadt von Jordanien, Amman, sind sogenannte "Coffee-Shops" mit ausladenden Terrassen und reichhaltiger Dekoration weit verbreitet. Das liegt vor allem daran, dass die westlichen Viertel von Amman die reicheren Viertel der Stadt sind. Der östliche Teil, quasi das "Downtown"-Amman, beherbergt eher kleine, orientalisch-verschachtelte Kaffeehäuser, in denen Shisha geraucht werden kann. Backgammon gehört hier weniger zur Kaffeehauskultur, Kartenspielen schon eher. Viele der orientalischen Shisha-Cafés sind außerdem im ersten Stock angesiedelt, so dass man von ihren Terrassen in Ruhe auf das geschäftige Treiben der Stadt herabblicken kann und dabei genüsslich an seiner Shisha ziehen.

Libanon

Im Libanon ist die Shisha quer durch alle Gesellschaftsschichten sehr populär. Männer rauchen sie ebenso wie Frauen, junge Leute ebenso wie ältere Leute. Es ist sogar so, dass die Shisha ein Symbol für das gemütliche Zuhause und das familiäre Zusammenleben ist. In den Jahren des Krieges nahmen viele Libanesen ihre Narghile mit in den Keller, in dem sie Schutz suchten - und damit das zentrale Stück ihres Zuhauses als Glücksbringer und als den Versuch, sich ein Stück Lebensqualität und Normalität zu bewahren. In Beirut gibt es sogar ein Narghile-Festival, das an einem sehr symbolträchtigen Ort stattfindet, in den Wäldern von Beirut, die einst die Grenze zwischen den beiden Teilen der getrennten Hauptstadt markierten. Die öffentliche Wahrnehmung der Shisha im heutigen Libanon ist für viele ein Zeichen dafür, dass wieder Frieden einkehrt. So verwundert es auch nicht, dass in Cafés, Restaurant und Bars die Shisha an exponierter Stelle steht und selten fehlen darf.

Palästina

Die Palästinenser sind seit mehr als fünfzig Jahren eingesperrt zwischen unsicheren Staatskonstrukten, in denen zwar Mobilfunknetze und Internet eine kulturelle Normalität sind, Essen und Treibstoff aber regelmäßig knapp werden. Sie bewahren mit der Narghile, wie die Shisha in Palästina genannt wird, ihre kulturelle Identität und ihren Zusammenhalt. Sie ist, analog zum Ölzweig, eines der Symbole für den Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft. Wer in Palästina unterwegs ist und dort auf eine Gesellschaft stößt, in der Shisha geraucht wird, der wird immer willkommen geheißen und in den Kreis der Anwesenden eingeführt und aufgenommen werden.

Syrien

Syrien beheimatet eine florierende Shisha-Industrie. Nicht wenige werden selbst eine Shisha aus Syrien besitzen, die Exportquoten sind sehr hoch. Auch die Zahl der Länder, in die die oft kunstvoll verzierten Narghilés aus Sysrien exportiert werden, steigt ständig, es gibt sogar Geschäfte, die sich exklusiv auf den Vertrieb syrischer Wasserpfeifen spezialisiert haben. In syrischen Cafés ist es an der Tagesordnung, Backgammon oder Karten zu spielen und dabei Shisha zu rauchen. In manchen Kaffeehäusern gibt es sogar noch die Tradition des Geschichtenerzählers. Ein weiser und lebenserfahrener Mann, der in seinem Lehnstuhl sitzt und dabei gelegentlich an seiner Shisha zieht, erzählt nach Einbruch der Dunkelheit Legenden und Sagen oder liest sie aus einem Buch vor. Generell kann man das Shisharauchen on Syrien mit dem Pfeiferauchen in Europa vergleichen. Man kann dabei Zeitung oder ein Buch lesen und verbreitet eine ernsthafte und angenehme Atmosphäre.

Tunesien

Bevor die Shisha in den 70ern den Weg zurück nach Tunesien fand, war dort eher die gûza, in Tunesien auch "rguila" genannt, verbreitet. Sie wurde hauptsächlich zum Konsum von Marihuana und dem daraus gewonnenen Haschisch verwendet. Der traditionelle und typische name "Maqhä Shîsha", der Shisha-Cafés bezeichnet, ist aus dieser Zeit erhalten geblieben. Während diese in den kleineren Städten nicht allzu verbreitet sind, waren die großen Städte schnell voll davon. Die Behörden sahen diesem Trend nicht sehr wohlwollend zu und ergriffen schnell Maßnahmen dagegen. Das öffentlichte Rauchen von Shishas außerhalb von Cafés wurde verboten, im Innenraum ist es weiterhin erlaubt.

Türkei

In der Türkei waren noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts die Shisha-Raucher in der Öffentlichkeit so zahlreich wie die Zigarettenraucher und Teetrinker. Heute sind die Shisha-Cafés selbst in den großen Städten weniger geworden, sind außerdem oft nicht mehr die traditionellen Kaffeehäuser, die sie einmal waren, sondern eher Touristenattraktionen, die in billigem Dekor und mit billigen Shishas. Wer beispielsweise in Istanbul nach authentischem Wasserpfeifenerlebnis sucht, der sollte in den Bezirken Beyazid, Aksaray, Topkapi, Unkapani, Kasimpasa, Besiktas und Kadiköy suchen, in denen die Relikte der einst vorhandenen Shisha-Kultur noch immer gepflegt werden. Im privaten Bereich wiederum erlebt die Türkei momentan ein wiederaufleben der alten ottomanischen Tradition, die Wasserpfeifen verbreiten sich vor allem unter Jugendlichen. Dabei spielt nicht einmal unbedingt nur das Traditionsbewußtsein eine Rolle, sondern auch der Genuss des außergewöhnlichen, das aber dennoch mit dem traditionellen türkischen Weltbild vereinbar ist.
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