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Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit und Raumklima sind entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Zucht von pflanzen im Indoor Grow. Außerdem hilft eine korrekt eingestellte Luftfeuchtigkeit dabei, Krankheiten vorzubeugen.

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Neulinge im Growbereich folgen oft der Maxime, dass zu hohe Luftfeuchtigkeit im Growraum Schimmel und Krankheiten begünstigt - das ist zwar richtig, aber mit zu niedriger Luftfeuchtigkeit kann man noch größeren Schaden anrichten. Obwohl Pflanzen sehr viel Wasser aufnehmen, verwerten sie nur einige Prozent davon, den Großteil verwenden sie einfach zur Kühlung. Bei zu trockenem Raumklima müssen Pflanzen beim Gasaustausch wesentlich größeren Aufwand betreiben, um nicht auszutrocknen, was das Wachstum beeinträchtigt.

Luftfeuchtigkeit beim Indoor Grow messen

Eines vorweg: In einem Growschrank wie der Homebox kann man die Luftfeuchtigkeit sehr schnell und einfach regulieren, da das kleine Luftvolumen sich natürlich leichter im Feuchtigkeitsgehalt anpassen lässt. Ohne genaue Messung ist es aber auch in der Growbox nicht möglich, die relative Luftfeuchtigkeit effektiv zu beeinflussen - das wiederum ist ohne ein Hygrometer nicht möglich. Digitale Hygrometer mit Min/Max-Funktion empfehlen sich, um ein genaues Luftfeuchte-Protokoll führen zu können.
Die Sonde des Messgerätes sollte an einem gut belüfteten Ort direkt über den Pflanzen hängen - beim Anbau in einer Growbox kann so das Display des Hygrometers sogar außen bleiben und ist immer ablesbar, ohne dass die Box geöffnet werden muss.

Wassergehalt in der Luft regeln

Viele Pflanzen brauchen während der Wachstumsphase eine höhere Luftfeuchtigkeit als während der Blütphase, da das Wurzelsystem noch nicht voll ausgebildet ist. Es empfiehlt sich beispielsweise ein Feuchtigkeitsgehalt von knapp 70% während der Anzucht, der dann bis zur Ernte schrittweise jede Woche einige Prozent sinkt, bis er schließlich ungefähr 40% erreicht.
Zu hohe Luftfeuchte bei jungen Pflanzen äußert sich in nassen Flecken auf den Blättern und sollte durch stärkere Lüftung oder Luftentfeuchtung eingedämmt werden. In der Blütephase ist niedrigere Feuchtigkeit gut für die Blütenproduktion und schützt vor Schimmel. Wie ändert man nun aber effektiv den Wassergehalt der Raumluft beim Indoor Grow?

Luftfeuchtigkeit im Growraum oder der Growbox erhöhen

In einem wasserdichten Growraum oder einer Box kann man problemlos größere Mengen Wasser sprühen oder auf dem Boden verteilen oder nasse Handtücher (vorzugsweise weiß, damit sie so gut wie möglich reflektieren) in Behältern oder aufgehängt anbringen. Weniger Luftzirkulation und Beleuchtung können kurzfristig auch dabei helfen, die Feuchtigkeit zu erhöhen.
Wirklich professionell lassen sich Probleme mit niedriger Luftfeuchtigkeit mit einem Luftbefeuchter oder Teichnebler lösen. Diese Geräte versprühen entweder konstant Wasserdampf aus einem Tank oder können mit der Klimasteuerung verbunden werden, damit sie nur nach Bedarf agieren. Gleichzeitig kühlen sie auch die Temperatur im Growraum etwas ab. Der Luftbefeuchter sollte keinen zu kleinen Tank haben, sonst muss man ihn mehrmals pro Tag nachfüllen.

Luftfeuchtigkeit Indoor verringern

Um nach der Wachstumsphase die Luftfeuchtigkeit wieder zu senken, braucht es manchmal auch spezielle Maßnahmen. Elektrische Luftentfeuchter sind eine gute Möglichkeit - chemische Luftentfeuchter empfehlen sich für Anbauräume nicht unbedingt.
Stattdessen sollte man versuchen, über verstärkte Lüftung (das funktioniert natürlich nur, wenn die frisch zugeführte Luft eine niedrige relative Feuchtigkeit aufweist, an Regentagen sollte der Lüfter sehr niedrig gestellt werden) zum Ziel zu kommen. Dafür eignet sich auch ein Hygro-Fancontroller gut, der bei Bedarf den Ventilator aktiviert oder eine höhere Drehzahl wählt. Auch zu viel Gießwasser in Untersetzern und Topfpflatten im Growraum, vor allem bei kleineren Boxen, erhöht signifikant die Luftfeuchtigkeit und sollte in der Blütephase entfernt werden.